Geschichte

Vom Gas zu den Komponenten

Die Geschichte von Phoenix Mecano begann mit der Gründung der "Phoenix Maschinentechnik AG" im Jahre 1975. Die Herstellung und der Vertrieb technischer Gase für die Schweissindustrie waren das erste Tätigkeitsgebiet der damaligen Firma. Über das Gas kamen wir zum Schweissbrenner. Viele Hersteller produzieren zwar hochwertige Schweissgeräte, aber wegen fehlender Kenntnisse in Werkstoffkunde nur mittelmässgie oder schlechte Brenner. Wir begannen uns mit dem Schweissbrenner zu befassen - und fanden einen vernachlässigten Markt. Der Weg zum Komponentenhersteller war eingeschlagen und sollte von da an den Erfolg von Phoenix begründen. 1976 fand das Unternehmen eine vergleichbare Chance - Gehäuse für elektronische Geräte. Auch dieser Markt entstand gerade neu als Folge der Ausbreitung der Mikroelektronik.

Die Entdeckung des Gehäuses

Empfindliche elektronische Geräte benötigen Gehäuse, die einen besonders hohen Schutz bieten, wie er bis dahin nicht handelsüblich war. Unsere Druckguss- und Kunststoffgehäuse setzten neue Massstäbe, die dementsprechend natürlich auch Nachahmer fanden. Den einsetzenden Konkurrenzkampf lösten wir 1976, als es uns gelang, unseren schärfsten Wettbewerber zu übernehmen. Die Ausweitung der Modellpalette, systematischer Aufbau einer ganzen Generation von modularen Gehäusen und vor allem die Rationalisierung in der Fertigung waren die nächsten, entscheidenenden Schritte.

Die Phoenix Mecano AG

Mit dem Erwerb der Firma Hartmann, einem Hersteller von elektrotechnischen Teilen, festigten wir unsere Stellung als Komponentenhersteller für die Industrieelektronik. Damit wurde der Name Phoenix Maschinentechnik zu eng. 1986 fiel der Entschluss, die Firma in Phoenix Mecano AG umzubenennen.

Das Going Public

Im Jahre 1988 wagte die Phoenix Mecano - bis dahin den Kunden und Wettbewerbern sicher ein Begriff, aber der Finanzwelt unbekannt - den Schritt und wurde am 14. September 1988 an der Zürcher Vorbörse kotiert. Drei Monate später wechselte sie ans Zürcher Haupttableau. Das Going Public sorgte für Aufsehen. Keine Vinkulierung, keine Namenaktien - keine Stimmrechtsbeschränkungen - das war ungewohnt in der Schweiz.

Erfolg als Outsourcing Partner

Phoenix Mecano setzte in der Folgezeit den eingeschlagenen Weg fort. Die Konzentration auf Nebenprodukte, die von den Entwicklern, Ingenieuren und Maschinenbauern nicht als strategisch angesehen wurden, erwies sich als weiter ausbaufähiges Erfolgsrezept der Phoenix Mecano. Als in den Neunzigern zunehmend komplexere Komponenten und auch sogenannte Subsysteme outgesourct wurden, ergab sich für Phoenix Mecano die Möglichkeit, einen höheren Wertschöpfungsanteil als Zulieferer zu übernehmen. Mit den dazu intern aufgebauten - und auch akquirierten - Kompetenzen eröffnete sich zudem die Möglichkeit, ebenfalls andere als die angestammten Märkte Maschinenbau und Industrieelektronik zu beliefern. Das Geschäft wurde erweitert und umfasst heute auch die Märkte Lifestyle-Möbel, Pflegebereich, Medizintechnik, Oil&Gas und Solartechnik.